Insolvenzrecht und Insolvenzanfechtung

Mandanteninformation COVID-19

Der Gesetzgeber hat rasch gehandelt, die Hilfe ist aber nicht optimal. Um davon zu profitieren, müssen Unternehmen jetzt handeln. Die Liquiditätssituation per 31.12.2019 sollte dokumentiert werden.


  • Aussetzung der Antragspflicht bis (vorerst) 30.09.2020
  • Wichtige Voraussetzung: Die Insolvenzreife ist „COVID-bedingt“
  • Gesetzliche Vermutung: „COVID-bedingt“, sofern per 31.12.2019 keine Zahlungsunfähigkeit bestand

  • Kommt es dennoch zur Insolvenz (nach September 2020), werden Insolvenzverwalter, Staatsanwaltschaften, Strafgerichte, Gläubiger u.a. prüfen, den Zeitpunkt der Insolvenzreife vorzuverlegen.
  • Eine Vorverlagerung des Zeitpunkts der Insolvenzreife kann nur mit einer dokumentierten Zahlungsfähigkeit per 31.12.2019 abgewendet werden.

  • Verhältnis fälliger Verbindlichkeiten zu liquiden Mitteln zum Stichtag
  • Bei Unterdeckung von 10% (oder mehr) Betrachtung von 3 Wochen
  • Liquide Mittel: Kasse, Bankguthaben, freie Kreditlinien
  • Keine Berücksichtigung von Aktiva II, da rückwirkende Ermittlung
  • Fällige Verbindlichkeiten: fällig, einredefrei, ernsthaft eingefordert, nicht gestundet

  • Mahnungen, Vollstreckungen
  • Abführung der Sozialversicherungsbeiträge und Betriebsteuern
  • Keine sonstigen Indizien (Einzelfallprüfung)

Bitte beachten Sie, dass diese Darstellung die bisherige und die aktuelle Rechtslage nur auszugsweise und verkürzt wiedergibt. Sie kann daher eine individuelle, auf den Einzelfall bezogene Rechtsberatung nicht ersetzen.

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